Baltrum 2006
Aus TRG-Album
Hier ein paar photographische Eindrücke von meinem Urlaub auf Baltrum Anfang September 2006. Das Titelbild zeigt Brandung an der Strandmauer am Westkopf der Insel.
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Am Anleger
Der Baltrumer Hafen ist eigentlich nur eine relativ kleine Anlegestelle. Dort wird Fracht umgeschlagen (die meistens durch das Frachtschiff Baltrum II angeliefert wird), der Müll regelmäßig von einem Spezialschiff abgeholt und der Passagierverkehr abgewickelt. Für den Linienverkehr ist vor allem die Baltrum I zuständig, die, wenn sie nicht unterwegs ist, am Anlieger liegt. Hinter ihr machen regelmäßig Ausfliegsschiffe fest, die Tagesgäste von anderen Inseln und dem Festland bringen. Auf den hinteren Positionen des Anlegers sieht man häufig Schiffe der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung und Arbeitsschiffe, die mit dem Küstenschutz auf der Insel beschäfigt sind.
Küstenschutz
Die Nordsee ist ein bewegtes Meer und seit jeher zerrt sie an den Inseln. Besonders der Westen der Insel Baltrum bedarf technischen Schutzes, sonst würde das Westdorf - wie in der Vergangenheit mehrfach geschehen) im Meer versinken und sich der Ort mit der Insel immer weiter ostwärts bewegen. Während der Nordstrand durch hohe Randdünen geschützt ist, ist die Westspitze der Insel von ca. 15 Buhnen und der Strandmauer bewehrt. Die Strandmauer bestand früher aus zwei, später (bis 1995) drei "Profilen": Das Norderneyer Profil am Westkopf ist eine recht sanft geschwungene Betonmauer. daran schloß sich östlich das Juister Profil an, eine steile Wand. Nach Zerstörungen 1974 war der östlichste Teil dieses Steilprofiles durch ein Schrägdeckwerk ersetzt worden. Das ist eine relativ flache Betonschräge, in die große Steine eingearbeitet sind. Daran soll sich das Wasser brechen und totlaufen. Das ist wirkungsvoller, als Betonwände, gegen die das Wasser mit voller Wucht anrennt - ein Spiel, das die Nordsee auf Dauer gewinnt. Deshalb wird in Zukunft wohl auch das Norderneyer Profil durch ein Schrägdeckwerk ersetzt. Zwischen der Strandma
uer und dem Hafen, am alten "Zollandeplatz", ist ein Stück Palisadenwand erhalten, mit der Ende des 19. Jahrhunderts Baltrums Küste geschützt wurde.
Landschaft
Die Baltrumer Landschaft ist geprägt von den Salzwiesen des Hellers im Süden, den Graudünen in der Mitte der Insel (in die eingebettet einige Feuchtgebiete liegen) und den weißen Randdünen und dem Sandstrand im Norden.
Auf einem Teil des Hellers in der Nähe des Anlegers liegt der Baltrumer Flugplatz (ICAO-Code: EDWZ). Die 350 Meter lange Landebahn ist auf dem Bild durch die Perspektive leider nur schlecht zu erkennen.
Durch die Dünen führen zahlreiche Wanderwege. Sie sind an grün angestrichenen Holzpfählen zu erkennen. Rote Pfähle markieren Reitwege. Die grauen dünen im Zentrum der Insel heißen so, weil sich der weiße Meersand hier bereits mit dem Humus der Vegetation vermischt hat. Auf Baltrum gibt es zwei Kiefernwäldchen, die im 20. Jahrhundert mühsam in der waldfeindlichen Nordseeumgebung kultiviert wurden. Den ganzen Sommer über kann man an vielen Stellen der Insel Heckenrosen (Wildrosen) bewundern.
Es gibt auf der Insel zwei so genannte Seezeichen. Sie dienen trigonometrischen Zwecken; auf Norderney erkennt man bei guter Sicht ebenfalls ein solches Seezeichen. Die Baltrumer Seezeichen befinden sich am Westkopf in der Nähe des Bauhofs und in den Dünen im Ostteil der Insel, hinter dem großen Feuchtgebiet.
Ende
So, das war es für 2006 - Hoffentlich sehe ich das Signal an der Einfahrt des Baltrumer Hafens auch 2007 wieder, dann mache ich neue Fotos.
(c) Thomas Roessing 2006



